Zeichnung

Interpretationsfähig. Atmosphärisch. Lebendig.

ÜBERSICHT

Warum eine Zeichnung?

Zeichnungen bieten sich bei Architekturentwürfen an, wenn Raumgefühl und Wahrnehmung stärker im Fokus stehen als exakte Details. Sie vermitteln ein Gefühl für Freiflächen und Bauvolumen sowie Atmosphäre und Stimmung des Gebiets oder Gebäudes. Bei der Visualisierung ganzer Stadtvierteln kann eine Zeichnung einem Rendering vorgezogen werden, um Komplexität zu senken und ein einheitliches Bild zu schaffen.

Einsatzbereich

Zeichnungen bieten sich an, wenn besonders große Gebiete visualisiert werden oder ein bestimmtes Gefühl vermittelt werden soll, da hier nicht die Realistätstreue, sondern die Atmosphäre im Fokus steht. Meist werden sie für städtebauliche oder Architekturwettbewerbe verwendet, aber auch zum Dialog in der Entwurfsphase, wenn der Entwurf noch nicht den für ein Rendering erforderlichen Detaillierungsgrad aufweist.

Vorteile einer Zeichnung

Vom umgeplanten Stadtviertel über den öffentlichen Platz bis zum privaten Innenhof - architektonische Zeichnungen können eine ergreifende und überzeugende Vorschau der späteren Atmosphäre übermitteln. Insbesondere in einer Projektphase, wo exakte Grundrisse noch nicht vorliegen, kann sich bei einer Zeichnung dennoch jeder ein Bild von der Situation machen. Dadurch hilft sie auch beim Vergleich unterschiedlicher Planungen.

Dauer

Je nach Größe des zu zeichnenden Gebiets, bzw. Bildausschnitt, den vorhandenen Unterlagen wie Grundrisse, Ansichten oder 3-D-Dateien und dem gewünschten Stil hat jede Zeichnung einen unterschiedlichen hohen Zeitbedarf. Auch die Geschwindigkeit, Anzahl und Intensität der Korrekturläufe spielt eine Rolle. Generell lässt sich sagen, dass eine Gebäudezeichnung zwischen drei und fünf, eine Gebietsskizzierung fünf bis zehn Werktage in Anspruch nimmt.

ABLAUF

Zu Beginn werden die Kundenwünsche abgefragt, um das Ziel der Zeichnung herauszuarbeiten und den Stil festzulegen.

Wie auch beim Rendering wird das Gebäude / Gebiet in 3-D aufgebaut und ein geeigneter Blickwinkel gewählt. Bei der Zeichnung bleibt es jedoch bei einer vereinfachten Aufbaustufe, da sie lediglich als Zeichenvorlage dient.

Bevor es ans eigentliche Zeichnen geht, werden die Zeichenvorlage und der Blickwinkel mit dem Auftraggeber abgestimmt. Noch sind Änderungen ohne Weiteres möglich, da die Arbeit bisher vorwiegend digital stattfand.

Nach der Absprache von Blickwinkel und Detaillierungsgrad wird das Gebiet oder Gebäude mithilfe der 3D-Vorlage von Hand gezeichnet, bzw. als digitaler Sketch angefertigt.

Zu guter Letzt kommt der Feinschliff: Nachdem das fertige Bild eingescannt ist, wird es mittels Bildbearbeitungssoftware im Detail angepasst und bei Bedarf koloriert.